Es ist erschreckend, wie viele Frauen von gewalttätigen Männern getötet werden. Kaum ein Tag vergeht, ohne dass man in den Nachrichten davon hört.
Warum ist das so?
Sind wir Männer eifersüchtiger als Frauen?
Sind wir kälter?
Leben wir noch in der Vergangenheit?
Niemand weiß es genau. Es wird erforscht, doch man kommt zu keinem klaren Ergebnis. Oft ist der Femizid geplant und nicht im Affekt begangen – für mich ganz klar Mord!
Entsprechend müsste die Strafe hart sein. Doch hier in Österreich oder Deutschland hat der Täter oft mehr Rechte als das Opfer und muss nicht mit der vollen Härte des Gesetzes rechnen. War es seine Frau, erhält er sogar einen „Familienrabatt“. Er war halt eifersüchtig oder betrunken und will sich an seine schreckliche Tat nicht mehr erinnern – der „arme“ Mann. Gedächtnisverlust in zehn Minuten, und die Gerichte glauben diesem Mörder auch noch, natürlich mit der Hilfe seiner skrupellosen Anwälte. Am Ende wird er entweder in eine Psychiatrie eingewiesen oder bekommt ein paar lockere Jahre im „Hotel“ Gefängnis, die er einfach absitzt. Er hat alles, was er braucht, und muss sich um nichts kümmern. Alles ist gratis – und das ist der Preis, den er „gewinnt“, wenn er tötet.
Mit brutaler Gewalt gehen sie vor. Den Frauen werden Dinge angetan, die man sich kaum vorstellen kann. Sie stechen 20- bis 30-Mal auf den Körper ein. Das ist unfassbar, und danach behaupten sie, sich nicht zu erinnern, oder stellen es so dar, als hätte die Frau zuerst zugeschlagen oder sei mit dem Messer auf ihn losgegangen. Selbst wenn das so wäre, was sicher auch vorkommt, hat kein Mann das Recht, eine Frau zu töten. Er könnte einfach weglaufen, wie es der Instinkt nahelegt. Doch er weiß, dass er stärker ist, und will der Frau zeigen, wer hier die Macht hat. Er greift sie an und tötet – ohne Gnade. Oft ruft er danach selbst die Polizei, um zu melden, was er getan hat, und schiebt es im selben Moment auf einen „Hirnausfall“.
Es tut ihm unendlich leid. Er fängt an zu winseln und zu weinen. Er versucht die Täter-Opfer-Umkehr. Ohne Widerstand lässt er sich abführen. Er versinkt in Scham. Er tut einfach alles, um nicht als Mörder dazustehen, sondern als jemand, der nur reagiert hat. Er wollte es nicht, es ist einfach passiert.
Einfach so. Aus Lust?
Nein, das war geplant.
Davor schützen kann sich keine Frau, das ist das traurige dabei. Auch wenn sie den Ex-Partner anzeigt und er eine Verfügung bekommt. Keine Garantie ist geboten. Die Frau lebt in ständiger Angst und wir machen nichts dagegen.
Könnte man was dagegen tun?
Hmm, schwierig. Man kann diesen Mörder nicht ständig im Blick behalten. Auch eine Fußfessel würde da nichts bringen. Wenn er den Entschluss gefasst hat, die Frau zu töten, hält ihn nichts davon ab. Bevor die Polizei bemerkt, dass er die Zone der Fußfessel verlassen hat, ist die Tat längst geschehen. Er hat seinen Plan durchgezogen und die Frau getötet, die er wahrscheinlich einmal geliebt hat.
Es ist ekelhaft und wird wieder passieren, das macht mich fassungslos und ich empfinde großes Mitgefühl für die Frauen. Es gibt keinen Schutz davor. Die Frau hat den Mann schon oft angezeigt, doch es wurde nichts gegen ihn unternommen, weshalb auch der Staat Mitschuld trägt. Man hätte ihn einsperren können, vielleicht wäre mit der Zeit seine Eifersucht oder sein Plan verflogen, oder er hätte einfach aufgegeben. Vielleicht hätte er sich damit abgefunden, dass er die Frau, die er einst geliebt hat, verloren hat. Das könnte passieren, wenn er Zeit zum Nachdenken hätte – und die hätte er im Gefängnis.
Wenn er die Tat wirklich begeht, muss er für immer ins Gefängnis, und wenn ich sage für immer, dann meine ich, dass dieser gottverdammte Schweinehund dort verrotten soll.
Habidere … Willi