Braucht es wirklich ein Wettrüsten?
Muss das Waffenarsenal tatsächlich massiv erweitert werden?
Dafür werden Milliarden ausgegeben, und die Industrie erzielt hohe Umsätze. Ich halte das dennoch für richtig, denn heute ist es notwendig, die Waffenlager wieder aufzufüllen.
Überall auf der Welt gibt es Kriege, und das ist bedrückend. Viele glauben deshalb, dass es Waffen braucht. Andersdenkende sehen das sicher anders, wollen aber ebenfalls in Frieden und Wohlstand leben. Wer diesen Frieden ermöglicht, scheint ihnen weniger wichtig zu sein — Hauptsache, sie müssen nicht selbst Verantwortung übernehmen. Sie kritisieren vieles, wünschen sich aber zugleich Frieden. Sie lehnen Aufrüstung ab und erwarten dennoch Sicherheit. Manche sind Russland gegenüber zu nachsichtig und erkennen nicht, dass Putin keinen echten Frieden will. Sie selbst wollen ihn aber. Doch wie soll das funktionieren, meine lieben, naiven Freunde?
Erledigen das etwa die Heinzelmännchen für uns?
Gäbe es jetzt Krieg in Europa, wären wir verloren!
Wir könnten uns kaum verteidigen. Panzer allein würden uns nicht ausreichend schützen. Schwere Landmaschinen, die für den Krieg gebaut wurden, halte ich heute nicht mehr für entscheidend. Moderne Kriege werden zunehmend mit Drohnen und KI geführt. Wer sich damit auskennt und über ein volles Arsenal verfügt, ist klar im Vorteil. Die alte Art der Kriegsführung funktioniert nicht mehr. Natürlich braucht es weiterhin Soldaten und Ausrüstung, doch der Schwerpunkt liegt auf Drohnen — und davon haben wir zu wenige, ebenso wie das nötige Wissen, sie wirksam einzusetzen. Auch bei der Abwehr fehlt uns Erfahrung. Deshalb ist es wertvoll, dass die Ukrainer zeigen, wie moderne Drohnenkriegsführung funktioniert.
Viele, die gegen Hilfe für die Ukraine sind, verstehen das nicht.
Sie begreifen nicht, dass auch wir uns bedroht fühlen müssen, wenn die Ukraine fällt. Sie halten Frieden und Alltag für selbstverständlich. Doch das kann sich von heute auf morgen ändern — und dann? Wem geben sie dann die Schuld?
Na, wem wohl?
Dem Staat, weil er nicht dafür gesorgt hat, dass wir uns verteidigen können — ohne ausreichend Waffen und Soldaten. Viele ducken sich weg und werden später die Ersten sein, die klagen. Nichts tun, nur reden, gegen alles sein und am Ende dem Staat die Schuld geben: Das wird der Lage nicht gerecht. Viele unterschätzen, wie ernst die Situation bereits ist. Das nächste Debakel ist möglicherweise nicht weit entfernt, während gegen alles protestiert wird, was mit Verteidigung zu tun hat. Niemand will Krieg. Aber wenn er vor der Tür steht, müssen wir aufwachen und uns vorbereiten — auch diejenigen, die Aufrüstung ablehnen.
Die Arsenale sind fast leer, auch bei den Amerikanern. Selbst sie hätten enorme Probleme, wenn sich ein Krieg ins eigene Land verlagern würde. Sie produzieren rund um die Uhr, 365 Tage im Jahr. Genau so muss es auch in Europa laufen: produzieren, bis die Lager gefüllt sind und wir jederzeit darauf zugreifen können.
Herr Pistorius, Sie sind ein guter Verteidigungsminister, doch mit dem Fokus auf mehr Panzer könnten Sie falschliegen. Ich bin kein Experte, aber nach allem, was man derzeit beobachten kann, wird Krieg zunehmend in der Luft entschieden. Deshalb sollten mehr Drohnen produziert werden: Sie sind günstiger, flexibler und effizienter als Panzer. In den Manövern war zu sehen, wie schnell die Ukrainer mit ihren Drohnen Kontrolle gewinnen konnten.
Alle Verteidigungsminister Europas sollten umdenken und die Ausrüstung beschaffen, die nötig ist, um im Ernstfall bestehen zu können.
Aufrüsten, solange es noch Zeit ist!
Los, und zwar schnell — die Zeit läuft gegen uns!
Habidere … Willi