Es ist wertvoller als Gold. Gold macht reich, doch ohne Gold kann man leben. Ohne Wasser nicht. Wir brauchen es jeden Tag, zum Trinken, Kochen, Waschen und Überleben.
Ohne Wasser geht nichts. Wirklich nichts.
Und dennoch verschwenden wir es, als gäbe es unendlich viel davon. Das ist ein gefährlicher Irrtum. Die Gletscher schmelzen, und der Regen bringt längst nicht mehr die Mengen, die wir brauchen.
Ein Freund sagte einmal: „Wenn es kein Wasser mehr gibt, trinke ich eben Bier.“ Witzig. Aber womit soll das Bier gebraut werden?
Der Kampf ums Wasser hat bereits begonnen. Ich fürchte, dass einige sehr Reiche daraus ein Geschäft machen wollen. Sie werden versuchen, sich Wasserrechte zu sichern und mit der Not anderer Menschen Geld zu verdienen. Das dürfen wir nicht zulassen. Wasser darf nicht privatisiert werden, damit wenige vom Leid vieler profitieren.
In Katastrophenfilmen sieht man oft, wie Anarchie entsteht: Die Starken überleben mit ihrem Clan, die Schwachen bleiben zurück. Wer keinen Zugang zu Wasser, Nahrung und anderen lebenswichtigen Dingen hat, hat kaum eine Chance.
Wer Wasser kontrolliert, kontrolliert auch die Menschen. Wer den Hahn zudrehen kann, hat Macht über alle anderen. In normalen Zeiten klingt das übertrieben. Doch ich spreche nicht von normalen Zeiten. Ich spreche von dem Moment, in dem Regeln zerfallen, Menschenrechte missachtet werden und jeder nur noch um das eigene Überleben kämpft.
Auch die Wirtschaft leidet unter dem Wassermangel. Wenn Flüsse zu flach werden, können Schiffe nicht mehr liefern, was wir brauchen. Irgendwann werden wir beginnen, Meerwasser zu entsalzen. Doch für Milliarden Menschen und eine riesige Industrie stellt sich die Frage: Wie lange können die Meere diese Last tragen? Durch das Klima erwärmen sich die Pole und das Eis schmilzt dahin, die Meeresspiegel steigen.
Wenn wir sie zusätzlich anzapfen, könnte aus der vermeintlichen Fülle schneller Mangel werden.
Jeder von uns sollte bei sich selbst anfangen und Wasser sparen. Jede Maßnahme zählt, denn jeder Tropfen kann helfen, das Schlimmste zu verhindern. Vielleicht werden sich die Flüsse wieder füllen und der Regen zurückkehren. Doch selbstverständlich ist das längst nicht mehr.
Ich erinnere mich immer wieder daran, dankbar zu sein, dass ich sauberes Wasser trinken kann. Das ist nicht selbstverständlich. Und genau deshalb sollten wir es mehr wertschätzen.
Ich will nicht predigen. Ich möchte nur dazu anregen, sich bewusst zu machen, wie wertvoll die Ressource Wasser ist. Kein Gold, kein Platin, kein Silber und kein anderes Edelmetall auf dieser Erde können dem Wasser das Wasser reichen.
Habidere … Willi