Ich war schon immer der Meinung, dass viele Amerikaner fragwürdige und dumme Entscheidungen treffen. Dass nun offenbar Menschen eine Frau unterstützen, die ihre drei kleinen Kinder getötet hat, macht mich fassungslos.
Sie soll ihre Kinder umgebracht und anschließend versucht haben, sich selbst das Leben zu nehmen. Bei solchen Formulierungen wie „versucht“ werde ich skeptisch: Wer sich wirklich das Leben nehmen will, schafft es in der Regel auch. Wer es nur versucht, erweckt für mich oft den Eindruck, es später als Begründung darstellen zu wollen.
Das ist für mich nicht nachvollziehbar. Es geht hier um Menschenleben. Wer andere tötet oder Amok läuft, nimmt sich häufig anschließend selbst das Leben – nicht nur scheinbar, sondern tatsächlich.
Diese Frau hat es offenbar versucht und ist gescheitert. Soll ich deshalb Mitleid mit ihr haben?
Ganz sicher nicht.
Sie ist nach ihrem versuchten Selbstmord nicht tot. Sie ist querschnittsgelähmt und sitzt im Rollstuhl.
Mitleid?
Oh Gott, nein. Für mich wirkt es, als hätte das Karma zurückgeschlagen. Nun wird sie jeden Tag mit dem konfrontiert, was sie getan hat.
Getötet? … Nein, gemordet.
Sie hatte nach der Geburt eine schwere psychische Erkrankung. Das stelle ich nicht infrage. Doch sie hätte sich Hilfe suchen können. Trotz ihrer postpartalen Psychose hat sie nichts unternommen. Im Gegenteil: Sie bekam noch zwei weitere Kinder, obwohl sie wusste, dass sie krank war, krank sein könnte oder zumindest dringend Hilfe gebraucht hätte. Wer tötet, gilt schnell als psychisch krank – so argumentieren oft die Anwälte. Damit versuchen sie, Richter oder Geschworene auf ihre Seite zu ziehen.
Nun gehen vor allem Frauen auf die Straße, um für sie zu demonstrieren. Auf ihren Plakaten steht: „Sie hätte Hilfe gebraucht!“
Woher wollen diese Frauen das Wissen?
Vom Hörensagen?
Von Psychologen, die womöglich etwas bescheinigen, das gar nicht zutrifft?
Wenn diese Frau tatsächlich krank war, hätte sie selbst versuchen müssen, Hilfe zu bekommen.
Sie ist eine Mörderin und gehört aus meiner Sicht dauerhaft ins Gefängnis. Dort kann sie mit ihrem Rollstuhl leben und sagen: Ich bin schuldig, aber ich bin oder war krank.
Kindermörder haben es im Gefängnis nicht leicht, und das finde ich richtig. Bei ihr wird vielleicht eine Ausnahme gemacht, weil sie gelähmt ist. Wer weiß das schon?
Vielleicht hat sie Glück und kommt in eine geschlossene Einrichtung, in der sie es vergleichsweise guthat.
Täter-Opfer-Umkehr.
So wirkt es auf mich.
Mord bleibt Mord. Dass man in manchen Fällen Mitgefühl für einen Täter empfindet, könnte ich verstehen – bei ihr jedoch nicht. Schon beim ersten Kind soll sie gemerkt haben, dass etwas nicht stimmt und sie psychisch belastet ist. Trotzdem bekam sie zwei weitere Kinder, in der Hoffnung, es werde vielleicht besser.
Sie wusste, was sie tat, und ist schuldig am Tod von drei Kindern. Hätte sie Pädophile, andere Mörder oder Schwerverbrecher getötet, hätte ich vielleicht Sympathie für sie. Das hat sie aber nicht getan. Sie ermordete drei unschuldige Kinder, die sich nicht wehren konnten.
Zur Hölle mit ihr!
Habidere … Willi